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DStV-Präsident Lüth im Austausch mit MdB Tillmann

Lüth knüpfte mit dem Gespräch an die jahrelange, vertrauensvolle und sehr gute Verbindung zwischen Tillmann und dem DStV an. Er warb u.a. eindringlich dafür, dass die Union ihr bisheriges „Nein“ zur Anzeigepflicht für nationale Steuergestaltungen bei Koalitionsverhandlungen mit Befürwortern des Instruments nicht aufgeben dürfe. Vielmehr müssten Bürokratie und Rechtsunsicherheiten endlich abgebaut werden – etwa durch eine Modernisierung der Betriebsprüfung oder eine grundlegende Reform der Gewerbesteuer.

Darüber hinaus lenkte Lüth Tillmanns Augenmerk auf die nach wie vor hohe, coronabedingte Auslastung in den kleinen und mittleren Kanzleien. Der Aufwand etwa rund um die Corona-Hilfsmaßnahmen werde sich absehbar nicht reduzieren. Vielmehr werde er erneut zu Ballungen und Störungen in den Kanzleiabläufen führen: Die IT für die Schlussrechnungen werde erst Ende 2021 zur Verfügung gestellt. Mitte 2022 liefe die Frist zu deren Abgabe ab. Im ersten Halbjahr 2022 kämen on top Vorbereitungen für die Grundsteuer-Erklärungen hinzu. Diese seien voraussichtlich ab Mitte 2022 abzugeben. Angesichts der engen Fristenlage müssten an dieser Stelle gleich nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen Erleichterungen angegangen werden.

Tillmann zeigte größtes Verständnis für die Anliegen von Lüth und signalisierte Handlungsbereitschaft. Sie verständigten sich auf eine baldige Fortsetzung des Austausches.